ZWANG



Routiniertes Handeln und bestimmte Gewohnheiten können das Leben enorm erleichtern - Zwänge dagegen sind anders: Sie engen uns in unserem Leben ein und belasten!

Formen des Zwanges kennt jeder aus seinem Alltag: Das Mittagessen, das Punkt Zwölf auf dem Tisch zu stehen hat, gehört genauso dazu, wie die Angewohnheit, vor dem Verlassen des Hauses zweimal zu schauen, ob man auch wirklich den Herd ausgeschaltet hat.

Doch wo hört „normales“ Verhalten auf und wo fängt „zwanghaftes“ Verhalten an?

Die Übergänge sind häufig fließend - anfangs erklären Betroffene ihr nur etwas sonderbares Verhalten als persönlichem „Aberglauben“, denn die Symptome werden zu diesem Zeitpunkt noch nicht als wirklich belastend empfunden. Durch Lebenskrisen oder größere Konflikte beginnen in der Regel jedoch erste Veränderungen:

Bei dem Versuch, sich gegen den Zwang zu wehren, entwickeln sich auf einmal Ängste. Am Ende führt die Angst vor der Angst dazu, dass die Betroffenen sich ihren Zwängen mehr oder weniger stark unterwerfen. Der Kampf gegen den Zwang kostet sie einen Großteil ihrer Kraft, weshalb es für die Betroffenen immer schwieriger wird, den Anforderungen des beruflichen Alltags gewachsen zu sein.

Aber was verbirgt sich hinter den verschiedenen Formen der Zwangshandlungen, wie etwa Wasch-, Kontroll-, Zähl- oder Ordnungszwängen?

Zwänge stellen den Versuch der Betroffenen dar, ihre spezifischen Ängste durch rituelle Handlungen unter Kontrolle zu bekommen und sich damit zu beruhigen. So haben Betroffene beispielsweise Angst, sich durch das Berühren einer anderen Person infiziert haben zu können, wenn sie sich danach nicht sofort mehrfach die Hände waschen.

Menschen mit einem Kontrollzwang überprüfen zehn oder zwanzig Mal, ob sie den Wasserhahn nach dem Benutzen auch richtig fest zu gedreht haben, ob das Bügeleisen ausgestellt ist oder ob sie das Auto abgeschlossen haben. Solche Zwangshandlungen können so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass die Betroffenen kein normales Leben mehr führen können. Zumal es zu Angst- und Panikattacken kommen kann, wenn sie versuchen, die Zwangshandlungen einfach zu ignorieren.

Als Leitgedanke kann gelten:

Je mehr das zwanghafte Verhalten vom sonst üblichen Verhalten abweicht und je stärker es die Person in ihrem Alltag behindert oder beeinträchtigt, um so eher kann man von einer Zwangsstörung sprechen.

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